Heymanns Plätzchendose

Bei Heymanns Plätzchendose handelt es sich um einen Lyrikband.

Heymanns Plätzchendose 

Geschichte

Die Geschichte von Heymanns Plätzchendose beginnt mit der Vorgeschichte der vier Autor(inn)en und ihrer Werdegänge. Beginnen wir mit der jüngsten:

1 - Antje

Meine ersten kreativen Textschöpfungen entstanden im Alter von 14 Jahren. Zum Schreiben von Gedichten wurde ich durch meine ältere Schwester Anonyma inspiriert, die sich bereits in ihren frühesten Jahren fleißig mit dem Verfassen von Lyrik beschäftigt hat.

Jedoch sind Gedichte nicht die einzigen Werke, die ich zu Papier bringe. Meine Leidenschaft gebührt ebenfalls dem Schreiben anderer Texte. In den letzten Jahren habe ich eine Reihe schöner Schriften und Kurzgeschichten verfasst, die ich allerdings unveröffentlicht handschriftlich in einem großen Notizbuch zusammengetragen habe.

2 - Anonyma

Ich habe damit begonnen meine ersten Gedichte zu schreiben, als ich ungefähr 13 war. Vermutlich, weil ich dann so langsam ins Teenageralter kam und reichlich emotionalen Stoff zu verarbeiten hatte. In dieser Zeit sind fast all meine Gedichte entstanden und sie waren auch häufig etwas dramatischer. Als Teenager erlebt man die Welt eben ein bisschen anders als im Erwachsenenalter. Aber eigentlich war ich schon immer ein sehr fröhlicher Mensch. Natürlich sind die Themen der Gedichte oft aus einer Gefühlslage heraus entstanden, aber mit einer ganz anderen Idee weitergeführt worden. Das ist ja das Gute an Gedichten. Man kann schreiben, worüber immer man will. Dennoch muss ich anmerken, dass ich heute kaum noch Gedichte schreibe.

 Allgemein würde ich sagen, bin ich ein sehr kreativer und lebendiger Mensch. Hauptsächlich singe ich gerne, aber ich male auch ab und zu oder spiele etwas Klavier – Naja, jedenfalls versuche ich es. Ich bin schnell zu begeistern und ich bin froh, dass das bei meiner Familie nicht anders ist. Auch wenn hier natürlich jeder seinen eigenen Kopf hat.

3 - Anja

Die Inspiration, meine Gedanken zu Papier zu bringen, kam durch meine schreibende Familie und die Projektidee "Heymanns Plätzchendose".

Bisher drückte sich meine Kreativität eher in anderen Formen aus, wie zum Beispiel bei der Entwicklung, Gestaltung und Produktion des Spiels Soester Wettlauf oder bei der Organisation von Dorffesten und Benefizkonzerten. Auch das eine oder andere handwerkliche Objekt ist nach meinen Ideen entstanden. Am liebsten aber singe ich und traktiere verschiedene Musikinstrumente.

Stilprägend für meine Texte ist oft mein beruflich technischer Hintergrund. Häufig sind es aber auch konkrete aktuelle Alltagssituationen, die mich zum Schreiben und Singen anregen. Das eigene körperliche Befinden, das Unverständnis darüber, wie wir Menschen miteinander umgehen und die Menschheit mit unserer Erde umgeht sind weitere wichtige Motive für mich.

4 - Axel

Ich hörte bereits in meinen ersten Lebensjahren viele Gedichte. Meine Mutter war ausgebildete Kindergärtnerin und konnte für fast jede Lebenslage ein passendes vortragen.

In der Schulzeit war Lyrik in meinen Augen nichts anderes, als ein vom Deutschlehrer eingesetztes  Mittel, um meine wertvolle Freizeit zu torpedieren:

Gedicht = Auswendiglernen = Aufsagen = Versagen

Später dann wurde es noch fieser:

Gedicht = Verstehen = Interpretieren = Verlieren

Eine außerschulische Bekanntschaft mit Gedichten von Ernst Jandl weckte mein Interesse. Mich beeindruckte, dass er mit seiner experimentellen Sprache alles verbog, was im Deutschunterricht heilig war.

In meiner Studienzeit protokollierte ich Vorlesungen mit. Bei aufkommender Langeweile "überhöhte" ich meine Vorlesungsskripte, indem ich von der Situation beeinflusste Lyrikfetzen notierte. Die meisten dieser "Frühwerke" sind nicht mehr erhalten aber einige wenige kann man in Heymanns Plätzchendose wiederfinden.

Bis heute kann es passieren, das ich in beliebigen Situationen Ideen zu Papier bringe, um sie dann später in kleinen lyrischen Werken zu verarbeiten, manchmal an der Grenze zum Kalauer. Ich habe stets kurze Formen bevorzugt und liege dabei offensichtlich voll im Trend unserer Zeit, in der alles schnell und immer schneller gehen muss.

Die Entstehung der Plätzchendose

Erstmalig darüber gesprochen, unsere Werke in einem gemeinsamen Band zusammenzufassen, hatten wir im Jahr 2013. Daraus eine Veröffentlichung zu machen war aber nie mehr als eine verrückte Idee und wurde stets wieder verworfen. Als wir im Weihnachtsurlaub in den Niederlanden, genau gesagt am 27.12.2013, das Thema wieder einmal diskutierten und wir uns sogar ganz schnell auf unseren Titel "Heymanns Plätzchendose" einigten, brachte Axel CreateSpace ins Spiel und eine halbe Stunde später hatten wir mit Hilfe des Laptops und der Internetverbindung einen Account eingerichtet. Als Veröffentlichungstermin setzten wir uns April 2014. Das Drama nahm seinen Lauf.

Um es kurz zu machen: Der Aufwand - ohne das Verfassen der Gedichte selbst - war beträchtlich. Wir haben hunderte von Stunden in unser Projekt investiert: Die Erfassung im Textverarbeitungssystem, der Umgang mit CreateSpace, die grundsätzliche Gestaltung, das Lektorat und das Finetuning. Weil wir beschlossen hatten, selbst zu lektorieren (wir wurden ausdrücklich gewarnt), führte das oft zu Spannungen, weil sich der eine Autor jeweils als Lektor in das Werk der anderen Autoren einmischen musste.

Die Umschlaggestaltung sollte auf Grundlage eines Gemäldes von Großvater/Schwiegervater/Vater Werner Heymann erfolgen. Bei der Auswahl des Gemäldes wurden wir uns schnell einig.

Das Gemälde von Werner Heymann

Original 88 cm x 73 cm, Tempera und Gips auf Spanplatte, ca. 1978 (?)

Umschlag Heymanns Plätzchendose

Mitte des Jahres 2014 hatten wir dann plötzlich die Idee, Heymanns Plätzchendose zu illustrieren. Dazu wurde Axel verdonnert, der auf Zuruf von Schlüsselwörtern von Antje in blitzschneller Assoziation (und das als Beamter!) in nur 1 bis 10 Sekunden abstrahierend eine Kohleskizze aufs Papier warf. Teilweise wurde dieser Prozess wiederholt, bis das Ergebnis allgemeinen Anklang in unserer Autorengemeinschaft fand.

Igel

Weil ständig einer von uns auf den andere warten musste, kamen im Laufe der Zeit trotz "wiederholtem Redaktionsschluss" immer wieder neue Gedichte zu Tage, oft fanden wir auch noch ein verschollenes aus früheren Zeiten. Dann wurde diskutiert, ob die Aufnahme noch gestattet sei oder ... nun denn, wir leben noch.

Am 1. November 2014 war es dann soweit. Nach ca. 20 digitalen und 2 gedruckten Korrekturabzügen wurde Heymanns Plätzchendose bei Amazon und CreateSpace veröffentlicht.

Nachtrag

Wer backt von uns Kuchen und Plätzchen (die mit richtigem Zucker und Mehl)? Hier die Antwort in einem winzigen Stück Lyrik verpackt:

Wer backt die Plätzchen?

Anja kann es
Antje könnte es
Axel lässt es
Anonyma macht es

 

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